Depressive Symptomatik bei Jugendlichen weit verbreitet

Jugendliche in Deutschland sind häufig von einer depressiven Symptomatik betroffen. Zu diesem Ergebnis kamen Lutz Wartberg und Co-Autoren auf der Grundlage einer repräsentativen Befragung in der aktuellen Ausgabe des Deutschen Ärzteblattes (Dtsch Arztebl Int 2018; 115: 549–55).

Die Autoren aus dem Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf untersuchten 1.001 Jugendliche im Alter von 12 bis 17 Jahren. Anschließend bestimmten sie die Punktprävalenz einer depressiven Symptomatik und damit assoziierte Faktoren.

Laut Studie betraf eine depressive Symptomatik jeden 12. Jugendlichen. Die geschätzte Punktprävalenz war dabei unter Mädchen signifikant größer als unter Jungen. Neben Geschlecht und höherem Alter trat eine depressive Symptomatik häufiger in Verbindung mit bestimmten anderen Faktoren auf, wie etwa einem negativen Körperbild oder einem problematischen Umgang mit sozialen Medien und Computerspielen. Auch ein niedriges interpersonales Vertrauen und die Funktionalität der Familie gaben die Autoren als assoziierte Faktoren an.

Aus der Studie geht – für Deutschland erstmalig – hervor, dass ein Zusammenhang zwischen einer depressiven Symptomatik im Jugendalter und einer problematischen Nutzung sozialer Medien besteht.