Onlineberatung gegen Alkohol- und Tabakmissbrauch in der Schwangerschaft

Eine neue Internetseite will Schwangeren helfen, während der Schwangerschaft auf Alkohol und Zigaretten zu verzichten. Das von der Universität Tübingen und der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) entwickelte Projekt www.iris-plattform.de ging heute online. Die Angebote sind ab sofort kostenlos und anonym abrufbar.

So gibt es Informationen darüber, wie Alkohol und Rauchen ungeborene Kinder in ihrer Gesundheit und Entwicklung gefährden. Per E-Mail ist eine persönliche Beratung durch qualifizierte Therapeutinnen möglich. Alkohol und Tabak in der Schwangerschaft müssten endlich ein selbstverständliches Tabu werden, forderte die Drogenbeauftragte der Bundesregierung, Marlene Mortler. „Jede Schwangere gefährdet sich und ihr Ungeborenes massiv.“

„Das Programm IRIS ergänzt in hervorragender Weise die Präventionsangebote der BZgA für Schwangere im Bereich der Suchtprävention. Wir wollen Frauen darüber informieren, dass Alkohol- und Tabakkonsum in der Schwangerschaft zu schwerwie­genden gesundheitlichen Folgen beim Ungeborenen führen kann“, sagte BZgA-Leiterin Heidrun Thaiss. Gleichzeitig sei es ein wichtiges Anliegen, Frauen bei der Konsum­reduzierung zu unterstützen. Ein persönliches, individualisiertes Online­programm wie IRIS eigne sich dafür besonders gut.

Laut BZgA rauchen immer noch zwölf Prozent der schwangeren Frauen, etwas mehr als 25 Prozent trinken zumindest gelegentlich Alkohol, obwohl die negativen Folgen von Tabak- und Alkoholkonsum wissenschaftlich vielfach belegt sind.