Adipositas: Studie findet Mangel an Sättigungshormonen im Darm

Eine verminderte Bildung von Sättigungshormonen im Darm könnte für das späte Sättigungsgefühl von Menschen mit einer Adipositas verantwortlich sein. Eine Studie in Scientific Reports (2017; doi: 10.1038/s41598-017-08487-9) zeigt auch, dass bariatrische Operationen die Hormonproduktion normalisieren, was die schnelle Gewichtsreduktion erleichtern könnte.

Etwa 1 Prozent der Schleimhautzellen in Magen und Darm sind nicht direkt an der Resorption der Nahrung beteiligt. Sie registrieren vielmehr den Füllungszustand des Darms und die Zusammensetzung des Speisebreis. Sie sezernieren dann Hormone, die die Verdauung regulieren. Es gibt I-Zellen, die Cholecystokinin (CCK) freisetzen, und L-Zellen, die das Peptid YY (PYY) oder die Glucagon-ähnlichen Peptide 1 und 2 (GLP-1, GLP-2) produzieren. Die X/A-Zellen des Magens bilden das Hormon Ghrelin. Diese Hormone haben unterschiedliche Funktionen. Gemeinsam ist ihnen jedoch, dass sie im Gehirn ein Sättigungsgefühl induzieren.

In ihrer Gesamtheit sind diese entero-endokrinen (früher entero-chromaffinen) Zellen vermutlich die größte Hormondrüse des menschlichen Körpers. Ein Team um Soraya Shirazi-Beechey von der Universität Liverpool hat jetzt untersucht, wie sich die Hormon­produktion von schlanken und adipösen Menschen unterscheidet und welchen Einfluss die Sleeve-Gastrektomie hat.

Die Sleeve-Gastrektomie (Schlauchmagen) hat sich in den letzten Jahren zu einer der häufigsten bariatri­schen Operationen entwickelt. Sie ist weniger eingreifend als der Roux-en-Y-Magen­bypass, erzielt aber ebenfalls eine gute Gewichtsreduktion. Bei der Sleeve-Gastrekto­mie wird der Magen bis auf ein schlauchförmiges Reservoir verkleinert. Die Verbindung mit dem Duodenum bleibt aber erhalten. Der Roux-en-Y-Magenbypass verbindet dagegen den verkleinerten Magen mit dem Dünndarm, in den weiter unten das Duodenum mündet.

Die Sleeve-Gastrektomie wird heute zumeist laparoskopisch durchgeführt, so auch am Claraspital Basel. Dort wurden die stark übergewichtigen Patienten operiert, deren Blut- und Gewebeproben die Forscher vor und zum Teil auch nach der Operation untersuchen konnten. Als Kontrollgruppe dienten 24 Normalgewichtige, die sich aus anderen Gründen einer Magenspiegelung unterzogen hatten.

Die Laboruntersuchungen ergaben, dass die adipösen Patienten nach einer Mahlzeit eine verminderte Konzentration von CCK, GLP-1, PYY und vor allem von Ghrelin im Blut hatten. Dies könnte erklären, warum sie länger hungrig sind und mehr Nahrung zu sich nehmen, als sie benötigen.

Drei Monate nach der Operation war die Konzentration der Sättigungshormone im Blut deutlich angestiegen. Shirazi-Beechey vermutet, dass diese hormonellen Änderungen neben der Behinderung der Nahrungszufuhr durch das kleinere Magenreservoir an der guten Wirkung der Operation beteiligt ist.

Die Untersuchung der Gewebeprobe zeigte, warum die Produktion der Sättigungs­hormo­ne vermindert war. Die Zahl der enteroendokrinen Zellen in der Schleimhaut war bei den adipösen Patienten deutlich niedriger als bei den Normalgewichtigen. Auch hier kam es nach der Operation zu einer Normalisierung. Die Forscher können die Veränderung bis auf die Ebene der Stammzellen zurückführen, aus denen sich die entero-endokrinen Zellen regenerieren.

Offen bleibt aber, warum die Adipositas zu einer Rückbildung der entero-endokrinen Zellen führt und ob sich die Entdeckung für die Entwicklung neuer Behandlungen eignet, die die Sleeve-Gastrektomie einmal überflüssig machen könnten.

Die Forscher werben für ein wenig Mitgefühl mit betroffenen Patienten. Wenn es erst einmal zur Adipositas gekommen ist, könnten Selbstkontrolle und Essdisziplin den Mangel an den Sättigungshormonen häufig nicht mehr ausgleichen.

Alkohol gegen Schmerzen: Opiat-Abhängigkeit ist nicht die einzige Gefahr

Wer 0,8 Promille Alkohol im Blut hat, reduziert seine Schmerzen auf einer Schmerzskala von 0 bis 10 um durchschnittlich 1,25 Punkte. Alle weiteren 0,2 Promille erhöhen die Schmerzschwelle schrittweise und reduzieren den empfundenen Schmerz. Zu diesem Ergebnis kommt eine Übersichtsarbeit von Forschern der University of Greenwich, die in The Journal of Pain publiziert wurde (2017; doi: 10.1016/j.jpain.2016.11.009). Nicht nur eine Opiat-Abhängigkeit, auch die Gefahr einer Alkoholabhängig ist daher bei Schmerzpatienten zu berücksichtigen.

Promille bei Mann und Frau

Eine Frau mit 55 kg Körpergewicht erreicht 0,8 Promille etwa nach 0,7 Liter Bier.

Ein Mann mit 80 kg Körpergewicht kann 1,1 Liter Bier mit 44,5 g Alkohol trinken, bis er 0,8 Promille im Blut erreicht.

Quelle: Promillerechner BzGA

Die Forscher um Trevor Thompson aus London haben 18 Studien mit 404 Pro­banden analysiert. Bei 212 Teilnehmern wurde getestet, ob Alkohol im Vergleich zu keinem Alkohol die Schmerzgrenze verlagert. Bei 192 Teilnehmern testeten Forscher, wie Alkohol die Schmerz­intensität verändert. Dabei wurden die Schmerzen durch einen leichten elek­trischen Schock, Druck, chemische Agenzien oder Hitze ausgelöst. Ein Vergleich zu Schmerzmedikamenten wurde nicht evaluiert.

Die Übersichtsarbeit kommt zu dem Ergebnis, dass Alkohol ein effektives Schmerz­mittel ist. Viele Studien haben sich damit beschäftigt, wie groß das Risiko für Schmerz­patienten ist, eine Opiatabhängigkeit zu entwickeln. Weit seltener untersuchen Forscher die Gefahr von Alkoholmissbrauch, um Schmerzen zu lindern.

Dabei liegt die Vermutung nahe, dass Patienten mit chronischen Schmerzen die Wirkung des Alkohols nutzen und dabei die gesundheitlichen Folgen missachten. Eine US-Studie im The Journal of Pain zeigte, dass bis zu 25 Prozent der Patienten, die an Arthritis-, Zahn- oder Kieferschmerzen litten, Alkohol tranken, um die Schmerzen zu lindern (2009; doi: 10.1016/j.jpain.2009.03.005).

Emotionen des Gegenübers verändern den Geruchssinn

Derselbe Geruch riecht immer anders. Denn der emotionale Gesichts­ausdruck anderer Menschen beeinflusst, wie wir selbst einen Duft empfinden. Grund­lage für diesen Effekt scheint die Aktivität eines Hirnbereiches zu sein, der für das Riechen zuständig ist und schon vor der Wahrnehmung eines Geruches aktiv wird. Das berichten Neuropsychologen der Ruhr-Universität Bochum in Scientific Reports (2017; doi: 10.1038/s41598-017-09295-x).

Das Team um Patrick Schulze, Anne-Kathrin Bestgen und Boris Suchan untersuchte mithilfe der funktionalen Magnetresonanztomographie (fMRT), wie das Gehirn emotionale Informationen und Gerüche zusammen verarbeitet. Dazu zeigten sie 17 Probanden zuerst ein Foto von einem Menschen mit glücklichem, neutralem oder angeekeltem Gesichtsausdruck und ließen die Versuchsteilnehmer im Anschluss einen von zwölf Gerüchen bewerten.

Der Gesichtsausdruck wirkte sich auf die Wahrnehmung der Düfte aus. Probanden fanden denselben Geruch angenehmer, wenn sie vorher ein glückliches Gesicht gesehen hatten, als wenn ihnen vorher ein angeekeltes Gesicht gezeigt worden war. Das galt sowohl für Aromen wie Karamell oder Zitrone als auch für den Geruch nach Schweiß oder Knoblauch. Nur den Geruch nach Fäkalien konnte auch ein positiver Gesichtsausdruck nicht aufwerten.

Erwartung beeinflusst Wahrnehmung

„Wenn wir jemanden sehen, der ein angewidertes Gesicht macht, weil er einen schlechten Geruch in der Nase hat, kommt einem selbst der Geruch auch gleich unangenehmer vor“, erklärt Patrick Schulze, einer der Autoren. Grund dafür, dass Menschen denselben Geruch unterschiedlich bewerten können, ist ein bestimmter Teil des Riechhirns – der piriforme Kortex. Er schaltet sich schon vor dem Wahrnehmen eines Geruches ein. Der piriforme Kortex verarbeitet das, was wir sehen, und kreiert eine Erwartung, wie der Geruch riechen wird. Diese beeinflusst dann, wie wir den Duft tatsächlich empfinden. In den fMRT-Daten zeigte sich, dass die Zellen des piriformen Kortex aktiv wurden, noch bevor ein Geruch in der Luft lag.

In früheren Studien hatten Forscher Gerüche und Bilder immer zeitgleich präsentiert. „Erst dadurch, dass wir das Zusammenspiel von Gerüchen und visuellen Informationen zeitlich getrennt voneinander untersucht haben, wurde sichtbar, dass der piriforme Kortex vor dem eigentlichen Riechen aktiv ist“, beschreibt Suchan das Besondere der Studie. Im nächsten Schritt wollen die Bochumer Neuropsychologen analysieren, welche Rolle der piriforme Kortex bei der Körperwahrnehmung spielt. „Wir vermuten eine soziale Komponente“, so Suchan.

Studie belegt: Antidepressiva sind keine Placebos

Antidepressiva wie Paroxetin und Citalopram sind keine Placebos, sondern haben in der Symptombekämpfung von Depressionen eine wahrhaftige Wirkung. Das zeigt eine Studie schwedischer Forscher der Universität Göteborg http://gu.se . Die Theorie der Scheinwirkung von selektiven Serotonin-Wiederaufnahmehemmern ist damit widerlegt.

Lindern der Symptome

„Ein Medikament kann das Grundproblem nicht lösen, es kann ein Symptom behandeln und dadurch die Behandlung erleichtern. Allerdings sollte man am eigentlichen Problem arbeiten. In einer psychologischen Therapie kann gemeinsam nach möglichen Ursachen geforscht werden. Dabei werden Methoden angeboten und erarbeitet, um die Depression bestmöglich in den Griff zu bekommen“, betont die Grazer Gesundheitspsychologin Karin Klug http://klug.or.at im Gespräch.

In einer Doppelblindstudie wurden 3.344 Patienten entweder mit echten Antidepressiva oder mit Placebo-Tabletten behandelt. Die symptomlindernden Medikamente können Nebenwirkungen mit sich bringen. Die Nebenwirkungen verdeutlichen dem Probanden, dass es sich bei seinen Tabletten nicht um Placebos handelt. Dadurch haben sich die Symptome der Depression weiter minimiert.

Wirkstoff ausschlaggebend

Laut den Forschern ist der positive Effekt der Medikamente allerdings nicht auf eine tatsächliche biochemische, antidepressive Wirkung im Gehirn zurückzuführen. Vielmehr verstärken Nebenwirkungen einen psychologischen Placebo-Effekt. Allerdings gilt das nicht für alle Wirkstoffe, denn zum Beispiel Paroxetin und Citalopram sind wirksamer als ein Placebo-Effekt – und das sogar bei Patienten, die keine Nebenwirkungen erfahren.

Den Experten nach bestätigt diese Erkenntnis, dass Antidepressiva tatsächlich wirken. Sie meinen, das ständige Zweifel in der Berichterstattung an den Medikamenten Depressive davon abhält, die Pharmaka einzunehmen. „Viele Menschen wollen einen anderen Weg finden, ohne Medikamente zu schlucken. Das sollte jedem freistehen. Es ist sinnvoller, sich von dem, was einen krank macht, zu befreien“, erklärt Klug abschließend.

Adipositas: Hirnscan zeigt Gefährdung von Jugendlichen an

Das Lesen einer Speisekarte weckt bei schlanken und adipösen Jugendlichen die gleichen Erwartungen im Gehirn. Bei den schlanken Jugendlichen kommt es aber gleichzeitig zu einer Aktivierung in Regionen, die für die Kontrolle des Essverhaltens zuständig sind. Bei adipösen Jugendlichen und solchen mit adipösen Eltern war dies in einer Studie in NeuroImage (2017; doi: 10.1016/j.neuroimage.2017.07.052) nicht der Fall.

Die funktionelle Magnetresonanztomographie (fMRT) erkennt an einer Zunahme der Durchblutung, welche Regionen das Gehirn zum Denken benötigt. Die Aussicht auf ein leckeres Essen aktivierte bei 36 Jugendlichen im Alter von 14 bis 19 Jahren, die Susan Carnell von der Johns Hopkins University in Baltimore und Mitarbeiter untersucht haben, vor allem die Insula und den vorderen anterioren Gyrus cinguli (ACC). Es handelt sich um Regionen, die sich mit bevorstehenden Ereignissen beschäftigen und diese emotional bewerten. „Pommes frites“, „Eis“ und „Nutella“, sind für meisten Jugendlichen eindeutige Signale. Die Vorfreude war in der fMRT an der verstärkten Aktivierung von vorderem ACC und Insula erkennbar.

Diese beiden Regionen kommunizieren mit dem dorsolateralen präfrontalen Cortex (PFC) und den Basalganglien. Der PFC ist Sitz des Verstandes. Er teilt dem Jugendlichen möglicherweise mit, dass er für den Tag schon genug gegessen hat und lieber auf weitere Leckereien verzichten sollte. Die Basalganglien sind für Bewegungs­automatismen zuständig. Ihre Rolle bei der Nahrungsaufnahme ist nicht ganz klar.

Carnell hat nur drei Gruppen von Jugendlichen verglichen. Die erste Gruppe war bereits übergewichtig oder fettleibig. Die zweite Gruppe war noch schlank, hatte aber übergewichtige oder fettleibige Eltern, was meistens eine Gefährdung der Jugendlichen anzeigt. In der dritten Gruppe waren die Jugendlichen und ihre Eltern schlank. Während sich die drei Gruppen in der Vorfreude auf das Essen glichen, waren die Reaktionen in PFC und Basalganglien unterschiedlich.

Hier kam es nur bei den schlanken Kindern mit schlanken Eltern zu einer vermehrten Aktivität. Vor allem die vermehrte Aktivität im PFC zeigt Carnell, dass die Kinder (vielleicht von ihren Eltern, die nicht untersucht wurden) gelernt haben, dass man nicht allen kulinarischen Versuchungen nachgeben darf. Da die fMRT nur die Aktivität anzeigt, aber keine Gedanken lesen kann, ist dies eine spekulative Schlussfolgerung.

Bei den schlanken Kindern mit fehlendem Vorbild, war die Aktivität im PFC schon geringer, und bei den adipösen Kindern scheinen die höheren Hirnzentren (wieder eine spekulative Annahme) keine größeren Bedenken gegen die bevorstehende Nahrungsaufnahme zu haben.

Diese Vorhersagen erfüllten sich im Anschluss an die Untersuchung. Alle Teilnehmer durften sich an einem Buffett frei bedienen. Die adipösen Kinder mit den geringsten Hemmungen im PFC griffen am stärksten zu gefolgt von den schlanken Jugendlichen und adipösen Eltern und den schlanken Jugendlichen mit schlanken Eltern.

Carnell schließt daraus, dass die Entwicklung von Übergewicht im Jugendalter ein (von den Eltern) erlerntes Verhalten ist. Die fMRT könnte möglicherweise anzeigen, welche Jugendlichen besonders gefährdet sind. Allerdings sei die Untersuchung für ein Screening aller Jugendlicher zu aufwendig.

Bundespsychothe­rapeutenkammer will heilpraktischen Psychotherapeuten abschaffen

Die beschränkte Heilpraktikererlaubnis für den Bereich Psychotherapie sollte nach Ansicht der Bundes­psycho­therapeuten­kammer (BPtK) abgeschafft werden. Bereits mit dem Psychotherapeutengesetz aus dem Jahr 1999 sei diese „Hilfskonstruktion“ hinfällig geworden. „Das Qualitätsproblem bei den Heilpraktikern kann weder durch Regelungen im Psychotherapeutengesetz noch in der Bundesärzteordnung gelöst werden“, betonte BPtK-Präsident Dietrich Munz heute auf Nachfrage des Deutschen Ärzteblatts.

Die BPtK reagiert damit auf den Vorstoß des Deutschen Dachverbands für Psycho­therapie (DVP), der in der Debatte um eine Reform des Heilpraktikerberufs, die mit dem „Münsteraner Memorandum Heilpraktiker“ angestoßen worden war, den Nachweis einer qualifizierten Ausbildung für Heilpraktiker für Psychotherapie gefordert hatte. Der Verband vertritt nach eigenen Angaben „psychotherapeutisch Tätige“, die nach dem Heilpraktikergesetz tätig sind und überwiegend über eine Ausbildung nach dem „Euro­päischen Zertifikat für Psychotherapie“ verfügen. Heilpraktiker dürfen sich nicht als Psychotherapeuten bezeichnen.

„Alternative zur richtlinienbezogenen Psychotherapie“

Der DVP hatte angeregt, staatlich geprüfte Fach-Heilpraktiker auch für den Bereich Psychotherapie einzuführen. Entsprechende Regelungen könnten in die anstehende Reform der Psychotherapieausbildung aufgenommen werden.  Nach Vorstellungen des Verbandes würde es dann künftig „neben dem Ärztlichen und dem Psychologischen Psychotherapeuten einen vergleichbar qualifizierten Heilpraktischen Psychotherapeu­ten“ geben. „Diese heilpraktischen Psychotherapeuten kennen sich auch in weiteren Therapieformen aus und bieten dadurch eine Alternative zur richtlinienbezogenen Psychotherapie“, betonte der DVP-Vorsitzende Karl Niesen.

Ursachen für Qualitätsproblem liegen im Heilpraktikergesetz von 1939

„Es ist mit Blick auf den Patientenschutz völlig abwegig, einen weiteren Heilberuf mit minderer Qualifikation einzurichten, noch dazu mit Ausbildungs- und Tätigkeits­schwerpunkten in Psychotherapierichtungen, deren Wirksamkeit wissenschaftlich nicht belegt ist“, erklärte hingegen BPtK-Präsident Munz. Ursächlich für das Qualitäts­pro­blem bei den Heilpraktikern seien die Anforderungen im Heilpraktikergesetz von 1939.

Heilpraktiker verfügen über eine Erlaubnis nach dem Heilpraktikergesetz und nicht über eine Approbation. Für diese Erlaubnis muss der Antragsteller mindestens 25 Jahre alt sein und einen Hauptschulabschluss vorweisen können. Er muss bei der Über­prüfung seiner Kenntnisse durch das Gesundheitsamt nachweisen, dass die Ausübung der Heilkunde durch ihn keine Gefahr für die Volksgesundheit bedeutet.

Die Vorbereitung für die Prüfung zum Heilpraktiker für Psychotherapie beim Gesund­heits­amt bieten private Bildungsinstitute oder Heilpraktikerschulen in Form von Präsenzlehrgängen oder Fernstudien an. Die Gebühren dafür variieren nach Angaben des Portals www.heilpraktiker-ausbildung.net zwischen 1.085 Euro und 7.400 Euro.

Nach Auffassung des Bundesverbands Deutscher Psychologinnen und Psychologen (BDP) „reichen diese Ausbildungen keinesfalls aus, um kompetent und gefahrenfrei psychologische Beratung oder gar Psychotherapie ausüben zu können“, schreibt der BDP auf seiner Homepage. Der Stundenumfang der Ausbildungen schwanke zwischen 120 und 600 Stunden.

Die auf den Bereich der Psychotherapie beschränkte Heilpraktikererlaubnis, auch „kleiner Heilpraktiker“ genannt, wurde nach einem Grundsatzurteil des Bundesverwal­tungsgerichtes 1983 eingeführt, um Diplom-Psychologen mit Zusatzausbildung Psychotherapie die Ausübung der psychotherapeutischen Heilkunde zu ermöglichen.

Mit dem Urteil vom 21. Januar 1993 hat das Bundesverwaltungsgericht dann die Erlaubnis auch dem Namen nach auf das Gebiet der Psychotherapie beschränkt. Nach dem Psychotherapeutengesetz von 1999 „stehen genügend hochqualifizierte appro­bierte Psychotherapeuten zur Verfügung, sodass Patienten nicht auf Angebote von Heilpraktikern zurückgreifen müssen“, folgert der Präsident der Bundespsychothera­peuten­kammer.

Bipolare Störung: Gehirn kann Risiko ausgleichen

Studie findet hilfreichen Mechanismus bei hohem familiärem Risiko

Wissenschaftler der Icahn School of Medicine at Mount Sinai haben bei Geschwistern von Patienten mit einer bipolaren Störung einen Mechanismus identifiziert, der sie widerstandsfähig gegen die Krankheit macht. Diese Forschungsergebnisse legen nahe, dass das Gehirn in der Lage ist, sich an das biologische Risiko einer bipolaren Störung anzupassen. Damit stehen neue Wege für die Verbesserung der Resilienz bei Menschen mit einem bestehenden Risiko und bereits Betroffenen offen.

Familiäres Risiko kompensiert

Derzeit leiden rund 5,7 Millionen US-Amerikaner über 18 Jahren an einer bipolaren Störung. Die Krankheit tritt in Familien gehäuft auf. Geschwister von Betroffenen erkranken zehn Mal so wahrscheinlich. Die meisten Menschen mit einem derartigen familiären Hintergrund sind jedoch nicht betroffen. Um herauszufinden, was diese Menschen mit einem Erkrankungsrisiko resilient gegen die Krankheit macht, analysierten die Forscher mittels funktioneller Magnetresonanztomographie die Gehirne von 78 Patienten, 64 nicht erkrankten Geschwistern und einer Kontrollgruppe mit 41 Personen.

Die Geschwister wiesen genetische Hinweise auf eine abnormale Konnektivität in Bereichen des Gehirns auf, die mit Gefühlen und Bewegung in Verbindung stehen. Sie wurden bereits in früheren Studien mit der Krankheit in Zusammenhang gebracht. Diese Studienteilnehmer kompensierten das jedoch über eine deutliche erhöhte Konnektivität im Ruhezustandsnetzwerk des Gehirns. Dabei handelt es sich um ein Netzwerk miteinander interagierender Gehirnregionen, deren Aktivität sehr stark miteinander in Beziehung steht.

Potenzial des Gehirns nutzen

Laut Studienautorin Sophia Frangou sind die meisten Risikofaktoren für eine bipolare Störung wie das genetische Risiko, frühkindliche Schädigungen und Traumata nicht veränderbar. „Diese Studienergebnisse zeigen jedoch, dass das Gehirn seine Konnektivität verändern kann, um biologische Schwierigkeiten zu überwinden. Das gibt Hoffnung auf die Nutzbarkeit dieses natürlichen Potenzials des Gehirns.“ Basierend auf diesen Forschungsergebnissen, wurde eine Reihe weiterer Experimente durchgeführt. Getestet wurde, ob es möglich ist, das Gehirn von Betroffenen durch einfache computergestützte Aufgaben neu zu „verdrahten“ und so die Konnektivität des Gehirns zu verbessern. Erste Ergebnisse weisen darauf hin, dass einfache Interventionen die funktionale Architektur des Gehirns wiederherstellen und so die Schwere der Symptome lindern könnten. Die Forschungsergebnisse wurden im „American Journal of Psychiatry“ veröffentlicht.

Verhaltenstherapie besonders effizient bei ADHS im Erwachsenenalter

Psychologen der Universität Tübingen testen in Studie unterschiedliche Therapieformen

Ein verhaltenstherapeutisches Gruppentraining erzielt als Therapieform bei einer Aufmerksamkeitsdefizit-/Hyperaktivitätsstörung (ADHS) genauso gute Erfolge wie ein Neurofeedback-Training: Beide Methoden führen zu einer vergleichbaren Abnahme der Symptome. Die Verhaltenstherapie erweise sich dabei aber als insgesamt effizienter, schlussfolgern Dr. Michael Schönenberg und sein Team aus der „Klinischen Psychologie und Psychotherapie“ an der Universität Tübingen in einer Studie, in der sie mit erwachsenen Probanden verschiedene Therapieformen vergleichend getestet hatten. Die Ergebnisse wurden im Fachmagazin The Lancet Psychiatry veröffentlicht.

Die Aufmerksamkeitsdefizit-/Hyperaktivitätsstörung (ADHS) ist eine bereits im Kindes- und Jugendalter beginnende psychische Störung, die bei bis zu 60 Prozent der Fälle auch im Erwachsenenalter fortbesteht und zu Schwierigkeiten im Berufs- wie auch Privatleben führen kann. Betroffene berichten von Symptomen wie Impulsivität, geringe Stresstoleranz, innerer Ruhelosigkeit und Getriebenheit. Dazu kommen Schwierigkeiten in Planung und Organisation sowie die Unfähigkeit, sich längere Zeit auf eine Sache zu konzentrieren und diese zum Abschluss zu bringen. Mit Medikamenten lassen sich die Symptome gut behandeln, ähnliche Erfolge werden auch für nicht pharmakologische Therapieformen berichtet.

Kontrovers diskutiert wird vor allem das sogenannte Neurofeedback, bei dem Patienten lernen sollen, ihre Hirnströme gezielt zu beeinflussen und so einen Rückgang der Symptome zu erreichen. Frühere Studien konnten überzeugend zeigen, dass ADHS-Symptome tatsächlich nach einem solchen Training abnehmen. Dennoch ist umstritten, ob die Verbesserung tatsächlich auf die spezifische Wirkung des Trainings zurück zu führen ist oder eher der Wirkung unspezifischer Placebo-Effekte zugeschrieben werden muss.

In einer aktuellen Studie testeten die Tübinger Psychologen gemeinsam mit Wissenschaftlern aus Bamberg, Bayreuth und Budapest vergleichend ein Neurofeedbacktraining, ein Placebotraining (die Teilnehmer bekamen nicht die eigenen Hirnströme rückgemeldet) und ein verhaltenstherapeutisches Gruppenprogramm, bei dem unter anderem spezifische Strategien zur Handlungsplanung, ein verbessertes Zeitmanagement und Stressbewältigungstechniken eingeübt werden. 118 Erwachsene mit ADHS-Symptomatik erhielten dafür über einen Zeitraum von 15 Wochen entweder insgesamt 30 Sitzungen Neurofeedback oder 15 Sitzungen Placebotraining und im Anschluss daran 15 Sitzungen Neurofeedback. Eine weitere Vergleichsgruppe erhielt über 12 Wochen insgesamt 12 Sitzungen verhaltenstherapeutische Gruppentherapie. Verglichen wurden Veränderungen in der Symptomschwere, in objektiven Tests zur Konzentrationsfähigkeit und in zugrundeliegenden Hirnstrommustern über vier Messzeitpunkte von vor Beginn der Intervention bis zu sechs Monaten nach Trainingsende.

Es habe sich herausgestellt, dass die Effekte einer Neurofeedbackintervention denen eines Placebotrainings nicht überlegen waren, berichten die Wissenschaftler. Beide Trainings hätten eine gute Wirkung gezeigt, einen spezifischen Effekt des Neurofeedbacks auf die Hirnströme habe man jedoch nicht nachweisen können. Es habe sich außerdem gezeigt, dass das verhaltenstherapeutische Gruppentraining ebenfalls zu einer vergleichbaren Abnahme der Symptome führe, sagt Projektleiter Michael Schönenberg. „Und dies bei wesentlich geringerem Aufwand der Methode. Unter anderem braucht es weniger Sitzungen, statt Einzeltraining ist ein Gruppentraining möglich und es entstehen keine Zusatzkosten durch Anschaffung und Unterhaltung der technischen Voraussetzungen.“ Die Befunde der Studie fasst er so zusammen: „Die Ergebnisse unserer Studie zeigen, dass verhaltenstherapeutische Ansätze sehr effektiv und effizient in der Behandlung von ADHS-Symptomen im Erwachsenenalter sind. Bevor andere Methoden für die Therapie empfohlen werden können, müssen diese erst ihre Überlegenheit gegenüber verhaltenstherapeutischen Standardmethoden unter Beweis stellen.“

Publikation:
Michael Schönenberg, Eva Wiedemann, Alexander Schneidt, Jonathan Scheeff, Alexander Logemann, Philipp M. Keune, Martin Hautzinger: Neurofeedback, sham neurofeedback, and cognitive-behavioural group therapy in adults with attention-deficit hyperactivity disorder: a triple-blind, randomised, controlled trial. The Lancet Psychiatry, Published Online, August 9, 2017; http://dx.doi.org/10.1016/S2215-0366(17)30291-2

The Lancet Psychiatry Podcast: http://www.thelancet.com/journals/lanpsy/onlineFirst

Kontakt:
PD Dr. Michael Schönenberg (Derzeit am besten per Mail erreichbar)
Universität Tübingen
Abteilung für Klinische Psychologie
Telefon: +49 7071 29-78355
michael.schoenenberg@uni-tuebingen.de

Was bei akustischen Halluzinationen im Gehirn passiert

Die Kombination eines vor 125 Jahren erdachten Pawlowschen Experiments, mit dem auch bei gesunden Menschen akustische Halluzinationen erzeugt werden können, und der modernen Magnetresonanztomographie, die anzeigt, welche Teile des Gehirns daran beteiligt sind, liefert in Science (2017; 357: 596-600) mögliche neue Ansätze für Behandlung eines Kardinalsymptoms vieler Psychosen.

Halluzinationen, meist akustischer Natur, sind ein häufiges Positivsymptom der Schizophrenie. Sie sind aber nicht auf Menschen mit einer Psychose beschränkt. Auch einige gesunde Menschen hören oder sehen manchmal Dinge, die nicht existieren. In den 1890er Jahren hatten Forscher der Yale Universität ein Experiment entwickelt, das auch bei gesunden Menschen akustische Halluzinationen erzeugt. Es nutzte das Prinzip der damals vom russischen Forscher Iwan Pawlow entwickelten klassischen Kondi­tionierung.

Zwei Reize werden gekoppelt

Der Psychiater Philip Corlett von der Yale Universität hat das Experiment jetzt – am Computer – wiederholt. Die Probanden sitzen am Bildschirm, auf dem plötzlich ein Schachbrett auftaucht begleitet von einem auffälligen Ton. Die Kopplung der beiden Reize wiederholt sich einige Male bis plötzlich nur noch das Schachbrett ohne Ton erscheint. In Erwartung eines Tons hören ihn manche Menschen dennoch, auch wenn er nicht wirklich vorhanden ist.

Corlett hat das Experiment an vier Gruppen durchgeführt. Die erste bestand aus Patienten mit einer Psychose, die unter akustischen Halluzinationen leiden. Diese Gruppe ließ sich leicht konditionieren. Auch eine zweite Gruppe von Personen, die akustische Halluzinationen kennt, ohne an einer Psychose zu leiden, sprach auf die Konditionierung gut an. Die dritte Gruppe – Patienten mit Psychose aber ohne Halluzinationen – und die vierte Gruppe – gesunde Menschen ohne Halluzinationen – ließen sich in dem Experiment Forschern nicht so leicht täuschen.

Hirnforscher erklären das Phänomen wie folgt: Das menschliche Gehirn ist darauf vorbereitet, Lücken in der Wahrnehmung zu füllen. Menschen, die nur einen Teil eines Bildes beispielsweise den Rüssel eines Elefanten sehen, erkennen das Tier, weil sie das Bild aus der Erinnerung komplettieren. Das geschieht auch bei Tönen. Die Konditio­nierung treibt diese Fähigkeit auf die Spitze. Die Personen erwarten, dass das Schach­brettmuster mit einem Ton kombiniert ist, also nehmen sie einen Ton wahr (auch wenn er einmal nicht vorhanden ist). Diese Unterschiede zeigten sich auch in der funktio­nellen Magnetresonanztomographie: Die Töne aktivierten die Hörrinde – bei Menschen mit akustischen Halluzinationen – auch dann, wenn sie in Wirklichkeit nichts hörten.

Gesunde Menschen können Erwartugshaltung aktualisieren

Der Unterschied zwischen Menschen mit einer Psychose und gesunden Menschen (auch solchen mit akustischen Halluzinationen) besteht darin, dass letztere erkennen können, dass die Phänomene in Wirklichkeit nicht existieren. Menschen mit einer Schizophrenie haben diese Fähigkeit häufig nicht oder in abgeschwächter Form, wie Corlett durch die Befragung der Studienteilnehmer ermitteln konnte. Der Unterschied besteht darin, dass gesunde Menschen in der Lage sind, die Erwartungshaltung, die die Halluzination auslöst, zu aktualisieren („udating“). Menschen mit Psychose fällt dies schwerer. Ein Grund könnten die kognitiven Störungen sein, die als Negativsymptom regelmäßig das Positivsymptom Halluzination begleiten.

Diese Unterschiede wurden auch in der funktionellen Magnetresonanztomographie erkennbar. Zwei Regionen sind an dem „Updating“ beteiligt. Die funktionelle Magnetresonanztomographie zeigt eine veränderte Aktivierung im Hippo­campus/Parahippocampus. Das ist der Bereich, der Erinnerungen abspeichert. Eine zweite Region befindet sich interessanterweise im Kleinhirn. Hier sind Bewegungs­automatismen gespeichert, die es dem Menschen beispielsweise beim Laufen ersparen, jede Bewegung der Beine einzeln planen zu müssen. Die neuen Studienergebnisse zeigen, dass diese Automatismen auch bei akustischen Wahrnehmungen eine Rolle spielen und dass Menschen mit Psychosen hier möglicherweise eine Störung haben.

Die neuen Erkenntnisse könnten zum einen bei der Diagnose von Psychosen genutzt werden, meint Corlett. Zum anderen könnte aber auch versucht werden, die Psychosen von Patienten mit Schizophrenie durch eine transkranielle Magnetstimulation etwa des Kleinhirns zu behandeln. Ob dies realistische Optionen sind, ist völlig unklar. Es bleibt abzuwarten, ob hierzu klinische Studien durchgeführt werden.

Wie Emotionen das Gedächtnis stärken

Emotionale Erlebnisse bleiben besonders lang und detailreich im Gedächtnis haften. Forscher der Universität Basel beschreiben nun zusammen mit Kollegen aus den Niederlanden und den USA einen Mechanismus, der für dieses Phänomen verantwortlich ist. Die Ergebnisse der Studie erscheinen in der aktuellen Ausgabe des Wissenschaftsmagazins PNAS.

Unbedeutende Erlebnisse, die Monate oder Jahre zurückliegen, gehen entweder vergessen oder überleben lediglich als fahle Erinnerungen. Anders verhält es sich mit emotionalen Erlebnissen wie einer Hochzeit, einer Prüfung oder einem Unfall. Solche Erlebnisse graben sich tief ins Gedächtnis ein und werden selbst nach langer Zeit lebendig und genau erinnert. Der Mechanismus, der für die Langlebigkeit und den Detailreichtum von emotionalen Erinnerungen verantwortlich ist, blieb bis heute unbekannt.

Ein Forscherteam der Universität Basel, der Radboud University (Niederlande) und der University of California, Irvine (USA) fand nun heraus, dass bei diesem Phänomen der Botenstoff Noradrenalin eine zentrale Rolle spielt, welcher bei Emotionen im Gehirn ausgeschüttet wird. Dies liess sich in einem Experiment mit Ratten nachweisen.

War die Konzentration von Noradrenalin im Gehirn während der Gedächtnisabspeicherung hoch, so erinnerten sich die Tiere vier Wochen danach stärker und genauer an das Erlebte, als wenn das Niveau des Botenstoffs niedrig war.

Hippocampus auch für entlegene Erinnerungen relevant

Ferner zeigten die Experimente, dass solche Erinnerungen nach wie vor vom Hippocampus abhängig sind. Der Hippocampus ist eine Struktur im Gehirn, die für das Abspeichern und Erinnern von detaillierter Information unabdingbar ist. Aus früheren Studien weiss man, dass mit der Zeit Erinnerungen zunehmend unabhängig vom Hippocampus und lediglich in der Hirnrinde abgespeichert werden. Mit diesem Prozess verlieren die Erinnerungen allerdings auch an Detailreichtum.

Die aktuelle Studie stellt fest, dass die mit emotionalen Erlebnissen einhergehende Ausschüttung von Noradrenalin zu einer längeren Involvierung des Hippocampus und damit zu stärkeren und detailreicheren Erinnerungen führt.

Schliesslich konnte Dr. Vanja Vukojevic von der transfakultären Forschungsplattform Molekulare und Kognitive Neurowissenschaften der Universität Basel im Rahmen dieser Studie aufzeigen, dass die Noradrenalin-Effekte mit epigenetischen Veränderungen in gedächtnisrelevanten Genen im Hippocampus einhergingen.

Die Forschenden hoffen, dass genauere Kenntnisse über diese molekularen Prozesse zur Entwicklung neuer Gedächtnis-verbessernden Substanzen genutzt werden können.

Originalbeitrag

Erika Atucha, Vanja Vukojevic, Raquel V. Fornari, Giacomo Ronzoni, Philippe Demougin, Fabian Peter, Piray Atsak, Marcel W. Coolen, Andreas Papassotiropoulos, James L. McGaugh, Dominique J.-F. de Quervain, and Benno Roozendaal
Noradrenergic activation of the basolateral amygdala maintains hippocampus-dependent accuracy of remote memory
PNAS (2017)

Weitere Auskünfte

• Prof. Dominique de Quervain, Universität Basel, Transfakultäre Forschungsplattform Molecular and Cognitive Neurosciences, Tel. +41 61 207 02 37, E-Mail: dominique.dequervain@unibas.ch
• Prof. Andreas Papassotiropoulos, Universität Basel, Transfakultäre Forschungsplattform Molecular and Cognitive Neurosciences, Tel. + 41 61 207 05 99, E-Mail: andreas.papas@unibas.ch